KB5083806


Microsoft hat das optionale Vorschau-Update KB5083806 (Build 28000.1890) für Windows 11, Version 26H1 veröffentlicht. Dieses Update wird in zwei Phasen verteilt: schrittweise Einführung und breite Bereitstellung. Bei der schrittweisen Einführung erreichen Funktionen die Geräte stufenweise, sodass ihre Verfügbarkeit vom jeweiligen Gerät abhängt.

Breite Bereitstellung ist die gleichzeitige Veröffentlichung für alle kompatiblen Geräte, in der Regel nach der allgemeinen Verfügbarkeit (GA). In diesem Teil des Updates (schrittweise Einführung) sind neue Funktionen, Verbesserungen und Korrekturen für KI-Fähigkeiten und das allgemeine Windows 11-Erlebnis enthalten. Text in eckigen Klammern bezeichnet die Komponente oder den Bereich der Änderungen.

In der Phase der breiten Bereitstellung enthält dieses Sicherheitsupdate Qualitätsverbesserungen. Ein Problem wurde behoben, bei dem die Verwendung von ntdsutil.exe mit 8 KB-Datenbankseiten zu einer Aktualisierung der NTDS.dit-Datenbank führte, wonach diese nicht mehr bereitgestellt werden konnte (Active Directory). Ebenfalls behoben wurde ein bekanntes Problem mit dem Dialogfeld zur Sicherheitswarnung für Remotedesktopverbindungen: Das Fenster konnte bei Verbindung mehrerer Monitore mit unterschiedlichen Skalierungseinstellungen falsch angezeigt werden. Das Problem konnte nach der Installation des Sicherheitsupdates vom April 2026 (KB5083768) auftreten.

Das kumulative Update 5083806 für PCs wird manuell über Windows Update installiert. Gehen Sie dazu zu Einstellungen > Windows Update und klicken Sie auf Nach Updates suchen. Wenn Sie sehen, dass 2026-04 Vorschau-Update (KB5083806) (28000.1896) verfügbar ist, klicken Sie auf Herunterladen und installieren. Zum Abschluss der Installation ist ein Neustart des Computers erforderlich. Nach dem Update ändert sich die Build-Nummer von Windows 11, Version 26H1 auf 28000.1896.

Damit Vorschau-Updates automatisch installiert werden, aktivieren Sie die Option Neueste Updates erhalten, sobald sie verfügbar sind unter Einstellungen > Windows Update.


So funktionieren die neuen Funktionen:

Narrator (Vorleser): Auf Copilot+ PCs nutzt die Funktion ein lokales neuronales Netz für sofortige Bildbeschreibungen ohne Datenübertragung in die Cloud. Vorlesertaste + Strg + D erfasst den Fokusbereich, extrahiert Merkmale und generiert lokal Alt‑Text. Auf allen Geräten werden Bilder nur nach expliziter Zustimmung an Microsoft gesendet; Copilot liefert dann eine Beschreibung und erlaubt benutzerdefinierte Eingaben.

Smart App Control (SAC): Dies ist ein cloudgestützter, KI‑basierter Reputationsmechanismus für ausführbare Dateien. Früher war für die Aktivierung eine Neuinstallation erforderlich; jetzt werden die Einstellungen in der Registrierung und in App‑ & Browsersteuerung gespeichert und können dynamisch geändert werden. Bei Aktivierung prüft SAC Signatur, Verhalten und bekannte Signaturen über den Microsoft Intelligent Security Graph und blockiert unbekannte oder nicht vertrauenswürdige Apps ohne Neuinstallation von Windows.

Kontoeinstellungen: Dialogfelder verwenden jetzt WinUI XAML-Komponenten anstelle von alten user32.dll-Ressourcen und unterstützen dunkles Design sowie Skalierung. Der Wechsel von Microsoft 365‑Plänen ist über Lizenzierungs-APIs an den Abostatus gebunden. Das Ausblenden des Wechselvorschlags wird über den Registrierungsschlüssel DisableRecommendedContent gesteuert. Die Anzeige von Optionen für ein Domänenkonto hängt vom Vorhandensein eines DomainJoined-Objekts in WMI ab.

Eingabe: Die Konfiguration der Zurück‑Taste am Stift trennt nun Hardwareereignisse. Das Betriebssystem sendet einen Tastencode, und die neue Option Wie Copilot-Taste ordnet die physische Stifttaste demselben virtuellen Scancode zu wie die Copilot-Taste auf der Tastatur. Dadurch startet das System die gleiche App, die in Einstellungen > Personalisierung > Texteingabe festgelegt ist – unabhängig von der Eingabequelle.

Einstellungen (System): Die Seite „Info“ wurde mit Einstellungsseitensichtbarkeits-URIs und benutzerdefinierten Ansichten neu aufgebaut. Die Karte mit den Gerätespezifikationen auf der Hauptseite bezieht Daten über Windows.System.Profile aus SystemInformation. Das Laden von Seiten erfolgt asynchron – die API blockiert den UI-Thread nicht mehr beim Aufruf des ms-settings:-Schemas. Das Herunterladen von Updates über den Windows Update‑Hintergrunddienst ist bei Aufruf aus den erweiterten Einstellungen zuverlässiger.

Datei-Explorer: Das Entsperren von aus dem Internet heruntergeladenen Dateien nutzt den Zone.Identifier-Mechanismus. Zur Vorschau entfernt der Explorer vorübergehend das BLOCKED-Flag aus dem NTFS‑Alternativdatenstrom. Spracheingabe beim Umbenennen integriert die Windows.Speech.VoiceCommand-API in das Bearbeitungsfeld. Die Sortierung von Berechtigungseinträgen im Fenster „Erweiterte Sicherheitseinstellungen“ erfolgt durch Aufzählung von Trustee-Objekten aus der ACL, sortiert nach Prinzipalnamen mit CompareStringOrdinal.

Anzeige: Unterstützung für Bildwiederholraten >1000 Hz erfordert das neue Display Rate Management (DRM) im DDI DxgkDdiSetTimingsFromVidPn und einen Treiber, der MonitorFreqRange meldet. Der minimale USB4‑Stromverbrauch im PC‑Schlaf wird durch Umschalten des Controllers in den Zustand U4LinkPowerState.LowPower bei Beibehaltung des Kontexts erreicht. DisplayID-Korrekturen überschreiben fehlerhafte DisplayID 2.0-Blöcke im Treiber monitor.sys und korrigieren die physische Größe durch EDID-Neuberechnung.

Drucken: Die grundlegende Druckerunterstützung erfordert nun einen Mindestkernel (ntoskrnl.exe) der Build 14393. Treiber, die veraltetes XcvData oder einen V4‑Druckertreiber ohne Print Configuration-Kompatibilität verwenden, werden nicht geladen. Das System prüft die Kompatibilität während der Installation über VersionAdaptation und filtert Drucker aus, deren Mindesttreiber eine ältere spoolsv.exe-Version benötigt.

Abgesicherter Modus: Das Laden der Taskleiste im abgesicherten Modus verwendet jetzt einen isolierten Explorer.exe-Prozess mit einer minimalen Menge an TaskbarHost.dll-Komponenten und umgeht problematische Erweiterungen. Das System initialisiert nur grundlegende ITaskbarList-Schnittstellen und lädt keine Drittanbieter‑Shell‑Hooks. Die Abhängigkeit von ShellExperienceHost.exe, das aufgrund eingeschränkter Dienste einfrieren konnte, wurde entfernt.

Sprachzugriff: Die Zahlenerkennung wurde verbessert, indem ein separates Sprachmodell Grammar_Number_Digits verwendet wird, das die Standard‑Diktiergrammatik im Zahlenmodus ersetzt. Der Mechanismus nutzt ISpGrammarBuilder, um dynamisch Regeln für die Ziffern 0‑9 zur aktiven Grammatik hinzuzufügen. Im englischen Sprachraum werden Konflikte zwischen Zahlen und Homophonen (two / to / too) durch Prioritäten semantischer Marker gelöst.

Startmenü: Beim Anwenden eines JSON‑Layouts über eine Gruppenrichtlinie wird der Parameter desktopAppLink nun korrekt in eine AppUserModelID oder einen .lnk-Pfad aufgelöst. Das System prüft die Existenz der Desktop‑App mit IShellLinkW und IPublishedApp. Der vorherige Fehler trat auf, weil Links zu nicht vorhandenen PackageFamilyName-Einträgen nicht validiert wurden – jetzt werden solche Einträge vor der Anwendung auf StartDock.lv aus dem Layout entfernt.

Remotedesktop: Der Parameter DisableSeamlessLanguageBar im Befehl Set-RDSessionCollectionConfiguration steuert den Registrierungsschlüssel fDisableSeamlessLanguageBar unter dem Zweig Terminal Server. Mit dem Wert 1 synchronisiert der RDP‑Client die Sprachleiste nicht mit dem Host, wodurch Belegungskonflikte zwischen Sitzung und lokaler Workstation vermieden werden. Die Änderung wird ohne Neustart der Sammlung wirksam.

Audio: Kurze MIDI‑Nachrichten werden jetzt durch Pufferung im Systemtreiber wdmaud.drv verarbeitet, selbst wenn die Anwendung keinen Puffer für lange Nachrichten bereitgestellt hat. Der Mechanismus weist einen privaten Speicherpool für MIDIHDR zu und wandelt kurze Ereignisse automatisch in die Standardstruktur MIDI_LONGMSG um, wodurch Datenverlust verhindert wird.

Systemdateiprüfung: Die fehlerhafte Meldung bei der Ausführung von sfc /scannow wurde durch eine nicht zugängliche CBS.log während der frühen Initialisierung verursacht. Die Korrektur fügt eine Überprüfung des Dateideskriptors _CbsLogHandle hinzu: Wenn ein Schreiben nicht möglich ist, setzt das Dienstprogramm den Scanvorgang fort, ohne eine Fehlermeldung auszugeben, und protokolliert die Meldung nur im Debug‑Modus über OutputDebugString.

Windows Hello: Die Zuverlässigkeit des Fingerabdrucksensors wurde durch Anpassung der Initialisierungszeiten im Treiber WudfUsbccidDriver.dll erhöht. Das System wartet nun bis zu drei Versuche mit exponentieller Verzögerung auf eine stabile Antwort des Sensors über IOCTL_BIOMETRIC_GET_ATTRIBUTES. Das Problem, bei dem das Gerät nach Device Power State D3 aufgrund eines vorzeitigen USB‑Bus‑Resets in einen falschen Zustand überging, wurde behoben.


Offizielle Ankündigung auf der Microsoft-Website.

Die letzten 10 Windows-Updates:

Update Build Version Windows Kanal Datum
KB5083810 26220.8340 25H2 Windows 11 Beta 2026-05-01
KB5083807 26300.8346 25H2 Windows 11 Experimental 2026-05-01
KB5083809 28020.1921 26H1 Windows 11 Experimental 2026-05-01
KB5083806 28000.1896 26H1 Windows 11 Preview 2026-05-01
KB5083778 28020.1873 26H1 Windows 11 Experimental 2026-04-24
KB5083780 26300.8289 25H2 Windows 11 Experimental 2026-04-24
KB5083781 26220.8283 25H2 Windows 11 Beta 2026-04-24
KB5083631 26200.8313 25H2/24H2 Windows 11 Preview 2026-04-17
KB5083725 28020.1863 26H1 Windows 11 Canary 2026-04-17
KB5083726 26300.8276 25H2 Windows 11 Dev 2026-04-17